DER ANFANG EINER
EREIGNISREICHEN GESCHICHTE
1679—1813
Die Geschichte der Metternichs ist über 330 Jahre alt. Die Familie entsprang aus einem rheinischen Uradelsgeschlecht. Die erste urkundliche Nennung derer von Metternich-Winne-
burg geht auf das Jahr 1679 zurück. 1813 wurde die Familie in den österreichischen Fürsten-
stand erhoben. Ein Privileg, denn wer einmal diesem Stand angehörte, der vererbte ihn von Generation zu Generation. Der bedeutendste Vertreter war Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich-Winneburg. Der österreichische Staatsmann brachte es vom Gesandten in Dresden bis zum Staatskanzler unter Kaiser Franz I. In dieser Position sollte er Großes bewirken.
Der Johannisberg ist nachweislich der älteste Rieslingweinberg der Welt. Der Fuldaer Fürstabt Konstantin von Buttlar kultivierte die edle Traube erstmals 1720 an den Hängen des Berges, von dem später Goethe schwärmen sollte: „Der Johannisberg thront über alles.“ Von hier trat der Riesling seinen Siegeszug in die ganze Welt an.
Stecklinge vom Johannisberg waren in allen Kontinenten begehrt, und so hat manche Rebe in Australien, Südafrika und den USA ihre Vorfahren auf dem berühmten Berg im Rheingau. Dichter, Künstler und Staatsmänner haben den Johannisberg seit jeher gepriesen. Heinrich Heine fand die schönsten Worte zu Ehren dieses Ortes: „Wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, dass ich Berge versetzen könnte, der Johannisberg wäre just derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe.“
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 Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich-Winne-
burg (1773—1859), deutsch-österreichischer Diplomat, Politiker und Staatsmann auf einem Gemälde von Sir Thomas Lawrence (1769—1830).
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