DAS GESCHENK
1816
Auf dem Wiener Kongress 1815 gelang dem Staatskanzler von Metternich-Winneburg das Kunststück, Europa zu einem friedlichen Miteinander zu führen. Als Dank und Anerkennung bekam er von Kaiser Franz I. am 1. Juli 1816 den Johannisberg samt Schloss geschenkt. So gelangte der Berg, den zuvor schon Napoleon besaß, in den Besitz derer von Metternich.
Die Schenkung hatte allerdings eine Auflage: der Zehnt jeder Weinernte war an das Österreichische Kaiserhaus abzugeben. Eine Regel, die noch heute gilt: 10 Prozent der Ernte gehören bis heute dem Staate Österreich.
Der Staatskanzler nahm den Weinbau ernst. Unter seiner Aufsicht taten seine Kellermeister alles, um den Riesling vom Johannisberg als Krone des Rheingaus zu erhalten. Es ist ihnen bis heute gelungen.
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 Delegierte des Wiener Kongresses von 1816 in einem zeitgenössischen Kupferstich von Jean Godefroy.
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