Wissenswertes über Sekt von A bis Z.
Das Fürst von Metternich-Sektlexikon.

Schaumwein

1. Gesetzlicher Oberbegriff für alle in der Europäischen Gemeinschaft hergestellten schäumenden Weine. 2. Steht „Schaumwein“ auf dem Etikett, handelt es sich um die unterste Stufe der schäumenden Weine, es müssen mindestens 3 bar und 9,5 % vol vorhanden sein. Die Lagerdauer ist nicht vorgeschrieben.

Schaumweinsteuer

1902 wurde zur Finanzierung des Kaiser-Wilhelm-Kanals und der kaiserlichen Flotte erstmals die Schaumweinsteuer eingeführt. Bei Sekt bzw. Qualitätsschaumwein beträgt die Steuer zurzeit 136 Euro je Hektoliter, also 1,02 Euro je 0,75-Liter-Flasche. In vielen anderen Ländern ist diese verbrauchshemmende Steuer unbekannt oder wesentlich geringer.

Schwefel

Unerlässlich, um Wein und Sekt stabil zu halten. Für Schaumwein liegt die Höchstgrenze bei 250 Milligramm schwefeliger Säure je Liter, beim Qualitätsschaumwein sind es nur
200 Milligramm. Gesundheitliche Probleme bringen diese winzigen Mengen nicht mit sich.

Sekt (Deklaration)

Kann wahlweise für den weniger wohl klingenden Begriff Qualitätsschaumwein auf dem Etikett stehen. Die Weine können dabei auch aus dem Ausland stammen, wie der Schaumwein dort auch hergestellt werden darf. Wer ein einheimisches Erzeugnis haben möchte, sollte auf die bekannten deutschen Herstellernamen achten.

Sekt (historisch)

Die Bezeichnung stammt vom lateinischen „siccus", trocken, ab und wanderte über das spanische „secco" und das engliche „sack" um 1640 in die deutsche Sprache als „seck" ein. Zunächst meinte „seck" jedoch einen stillen, süßen spanischen Wein und hatte mit Schaumwein nichts zu tun. Erst nachdem 1825 der Hofschauspieler Ludwig Devrient, der damals in Shakespeares „Heinrich IV“ auf der Bühne stand, nach einer Vorstellung wie üblich in den Weinkeller von Lutter & Wegner stürzte und noch ganz in seiner Rolle als Fallstaff rief: „Bring er mir Sect, Schurke!“ (der Kellner servierte seinem skurrilen Stammgast das Übliche – Vin Mousseux) wurde „Sekt" allmählich ein Begriff für schäumenden Wein. 1925 wurde „Sekt" amtlich, nachdem „Champagner" den deutschen Herstellern durch den Versailler Vertrag bereits nicht mehr erlaubt war.

Sektglas

Ideal sind die schlanke Flöte oder das Kelchglas. Kenner lehnen die Sektschale ab, da sich Bukett und Perlenspiel hier nicht entfalten können. Sektgläser müssen durch mehrfaches sorgfältiges Spülen in heißem Wasser von Fett, Lippenstiftspuren und Spülmitteln vollständig befreit werden, da der Sekt sonst nicht perlt und schäumt. Die Gläser sollten nur zu 2/3 gefüllt werden.

Spumante

Bezeichnung für italienische Schaumweine. Wenn es nicht „Asti" ist, sind sie immer „secco" = trocken.

Sind sie bereits 16 Jahre alt? Ja Nein